20 Minuten Bewegung schützen das Herz

Wer fast ausschließlich am Schreibtisch sitzt und die Abende auf der Couch verbringt, schadet nicht nur seinem Rücken, sondern kann auch sein Herz gefährden. Denn ohne Belastung kann die Leistungsfähigkeit des Herzens massiv abnehmen. Doch bereits mit 20 Minuten Bewegung kann man sein Herz schützen.

Das Bedürfnis, sich nach einem anstrengenden Tag einfach nur auf die Couch zu setzen, hat wahrscheinlich jeder schon einmal gehabt. Und es ist auch nachvollziehbar, wenn der Job einen an seine Belastungsgrenze bringt. Trotzdem sollte man bei allem Stress seinen Körper nicht vergessen, Denn wenn man nur am Schreibtisch und abends auf der Couch sitzt, riskiert man eine Herzinsuffizienz.

Darunter versteht man vereinfacht gesagt ein schwaches Herz, das nicht mehr in der Lage ist, alle Organe ausreichend mit Blut zu versorgen. Eine Hauptursache für die Herzschwäche ist mangelnde Bewegung. Wer also nur am Schreibtisch sitzt und abends auf der Couch liegt, riskiert nicht nur eine Unterversorgung, sondern ist auch weniger belastbar. Zudem steigt das Risiko für einen Herzinfarkt enorm.

20 Minuten für ein gesundes Herz

Bei allem Stress sollte man an sein Herz denken und zumindest auf dem Weg zur Arbeit ein bisschen Bewegung einbauen. Denn schon mit 20 Minuten Bewegung am Tag kann man der Herzinsuffizienz nachhaltig vorbeugen. Das zumindest geht aus einer schwedischen Studie  hervor.

Wer sich weniger als 20 Minuten am Tag bewegt, riskiert dagegen sein Herz zu schwächen. Das gilt allem Anschein nach aber auch für Menschen, die sich regelmäßig körperlich stark belasten. Allerdings konnten die Forscher nicht ausschließen, dass andere Faktoren im Lebensstil sich hier negativ auf die Herzgesundheit auswirkten.

33.000 Männer können nicht irren

Insgesamt wurden in der Studie 33.012 schwedische Männer im Durchschnittsalter von 60 Jahren zu ihren Bewegungsgewohnheiten jetzt und vor 30 Jahren befragt. Sie mussten angeben, wie lange sie täglich gehen, Rad fahren, Sport treiben, körperliche Arbeit verrichten, sitzen, liegen und schlafen. Die Angaben setzten die verantwortlichen Forscher dann in einen Zusammenhang zur Leistungsfähigkeit der Herzen.

Bei der Auswertung stellten die Forscher fest, dass das Risiko für eine Herzinsuffizienz bei den Inaktiven um 69 Prozent größer war. Bei den Teilnehmern, die sich regelmäßig stark beasteten, war das Risiko noch um 31 Prozent größer als bei der Vergleichsgruppe.

Gehen und Radfahren hilft am meisten

Bei weiteren Untersuchungen stellten die Wissenschaftler fest, dass tägliches Radfahren und Gehen das Risiko für eine Herzschwäche sogar um 21 Prozent senken kann. Körperliche Arbeit im Job oder im Haushalt wirkte sich dagegen nicht weiter positiv auf das Herzrisiko aus.

Wer also im Job viel sitzt und auch die Abende lieber auf der Couch verbringt, sollte zumindest auf dem Weg zum oder vom Arbeitsplatz etwas Bewegung in sein Leben bringen. Ihr Herz wird es Ihnen danken.

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